Wer sich das heutige Bild genauer ansieht, erkennt die beiden Trikots: im Vordergrund die Rückseite des (dunklen) Trikots von Eintracht Frankfurt. Und die hellen Trikots? Das ist doch…. der Bundesadler?!

Es war der 20. Spieltag der Saison 1987/88, als die Partie Eintracht Frankfurt – Bayer Uerdingen anstand. Die Eintracht spielte traditionell in rot-schwarz gestreiften Trikots, Bayer Uerdingen lief seinerzeit in gar nicht mal so ähnlichen, rot-blau gestreiften Trikots auf. Für Schiedsrichter Wolf-Günter Wiesel waren beide Trikots trotzdem optisch zu nah beieinander, er intervenierte und veranlasste, dass eine der beiden Mannschaften in anderen Trikots auflaufen musste. Grundsätzlich kein Problem, schließlich gibt es genau dafür Auswärtstrikots. Blöd nur, wenn der Zeugwart genau diese versehentlich vergessen hat. Genau dies war nämlich passiert, die gelben Ausweichtrikots der Uerdinger waren daheim in Krefeld geblieben. Da sich ihrerseits die Frankfurter weigerten, die Trikots zu wechseln, standen die Uerdinger vor einem Dilemma.
Doch es sollte eine Lösung geben: glücklicherweise befindet sich in unmittelbarer Nähe des Frankfurter Waldstadions die DFB-Zentrale, und genau dort wurde kurzerhand ein Satz klassischer weißer DFB-Trikots besorgt, wohlgemerkt handelte es sich um kurzärmelige Sommertrikots. So liefen die Kicker von Bayer Uerdingen also im Februar in kurzen DFB-Trikots in Frankfurt auf, was selbst den Kicker zu einer leicht spöttischen Bemerkung veranlasste: „13 Uerdinger an einem Tag im Trikot der Nationalmannschaft – das gab’s noch nie“ hieß es da.

Gebracht hat es den Uerdingern übrigens nicht viel: vor nur 11.000 Zuschauern setzte sich die Eintracht durch Tore von Smolarek, Turowski und Detari mit 3:1 (Tor Uerdingen: Fach) souverän mit 3:1 durch.

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